Kaffee für Kalaschnikows


Staatswappen Mosambik

Die AK 47 im Staatswappen von Mosambik

Als Mosambik 1975 aus der portugiesischen Kolonialherrschaft freikam, hatte es schon seit Jahren Verbündete in der DDR: Die SED unterstützte FRELIMO, die Befreiungsbewegung. Nach der Staatsgründung 1977 wurde sie einzige Partei mit marxistisch-leninistischer Ausrichtung, sollte dem Sozialismus auf dem afrikanischen Kontinent beispielhaft voran helfen. Die mosambikanische war nicht die einzige afrikanische Regierung, die unter dem Banner antiimperialistischer Solidarität an der Seite der Sowjetunion und ihrer Satelliten marschierte.

Dass schon 1977 längst nicht mehr „brüderliche Hilfe“ im Befreiungskampf, sondern Waffenhandel gegen Devisen den Eifer Ostberliner Funktionäre entfachte, dass es um Milliardenschulden und deren Tilgung mittels afrikanischer Rohstoffe ging, blieb streng geheim. Geschäfte mit Äthiopiens blutigem Diktator Mengistu Haile Mariam etwa sorgten unter dem Motto „Blaue gegen rote Bohnen“ dafür, dass die stockende Versorgung mit Kaffee bei der DDR-Bevölkerung nicht weitere Unruhe schürte. DDR-Waffen halfen den Äthiopiern im Krieg gegen das – ebenfalls vom Ostblock aufgerüstete – Somalia.

Mehr über deutsch-deutsch-afrikanischen Waffenhandel unter der Regie von Franz-Joseph Strauß bzw. Alexander Schalck-Golodkowski im Radiofeature „Rohstoffnot und Dschungelkampf – DDR-Politik in Afrika“ aus der Reihe SWR 2 „Wissen“.

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