Kind


Kaiser im Mantel

Träume altern nicht

Lass mich noch ein bisschen spielen
Schicke mich noch nicht zu Bett.
Siehe: ich entkam den Sielen
Lass mich noch ein bisschen spielen
Ich bin alt und nicht mehr nett
Nur als Kind kann ich mich fühlen.

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3 Antworten zu “Kind

  1. Lesend kam es mir vor, als würde meine Person bedichtet. Daher: Ja, so ist es.

  2. Die Mehrdeutigkeiten, insbesondere die des letzten Verses, verleihen dem Gedicht etwas Schwebendes. Das Zitat aus der Kindheit, das im reifen Alter wieder aufgenommen wird und in diesem Kontext eine ganz neue Dimension hinzugewinnt. An wen diese Bitte nunmehr gerichtet ist? An niemanden? An das Leben? Jede Interpretation schafft auch neue Zugänge. Und manches, was zunächst zu helfen schien, das Gedicht zu mit deutenden Vorstellungen zu verknüpfen, wie etwa der vorletzte Vers, wird selbst fraglich: Ein alter Mensch hat diese Verse verfasst. Und zugleich gilt doch: Wer so ein Gedicht schreibt, ist nicht alt. Ich habe es genossen.

  3. Lieber Hans Zengeler, lieber Lothar Thiel.
    es ist ein großes Glück, sich so verstanden zu wissen. Danke von Herzen für den Zuspruch, den ich gern erwidere. Schöner Platz, dieses Bücherbrett: mehr blogposts von den Herren lotharthiel und Hans Zengeler bitte!

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